Mit diesem Bericht möchte ich gerne meine Erfahrung an die Fliegenfischer weitergeben, die ebenfalls das Festland von Spanien als Familienurlaubsziel ins Auge gefasst haben, oder wie wir eben sehr mögen, sich eventuell aber aus Zeit und oder Kostengründen keinen reinen Fischerurlaub zum Meeresfliegenfischen möglich ist und sich dadurch einen neue Seite unserer Fliegenfischerei eröffnen können. Hier kann man so ganz nebenbei, mal früh Morgens wenn die Familie noch schläft, nach dem späten Frühstück in der Mittagszeit, oder wenn sich die geliebte Gattin zum Abendessen fein macht, mal für eins zwei Stunden zwischendurch mit der Fliegenrute bewaffnet ans Meer fahren und das ohne den Urlaubsablauf der Familie großartig zu Stören. Glauben Sie mir ich konnte hier in Javea/ Xabia und auf der Kanareninsel Lanzarote schon einige schöne Fische mit der Fliege überlisten, man muss sich zwar etwas umstellen und auf gegebene Dinge gelassen reagieren, aber erstens Lernt man dabei immer etwas dazu und es macht einen dann auch Stolz, wenn dann die eigenen Bemühungen von  Erfolg gekrönt werden.


Bei unserem ersten Familienurlaub hier in Javea/ Xabia vor ca. 6 Jahren, konnte ich damals schon an einigen Stellen gute Möglichkeit zum Fliegenfischen entdecken, wie z.B. den Canal de la Fontana am Badestrand Playa de el Arenal, oder den Mündungsbereich vom Rio Gorges und Natürlich den großen Jacht und Fischerhafen in Javea/ Xabia. Aber leider blieb damals keine Zeit zum Fischen. In unseren nächsten Urlaubsreisen hier nach Javea im Jahr 2010 & 2011, wurde nun auch etwas Zeit zum Fliegenfischen für mich mit eingeplant.

Nachfolgend möchte ich Ihnen nun meine Erlebnisse und Erfahrungen mitteilen, die ich als Fliegenfischer hier im Meer rund um Javea/ Xabia gesammelt habe.

2010, Erster Fischtag

Mein erster Weg zum Fischen führte mich  zur Hafenspitze mit kleinem Tturm in Javea/ Xabia an der Einfahrt/ Landseite zum Fischer und Jachthafen. Wie schon gewohnt beim Fischen auf Meeräschen in Lanzarote und durch die Erinnerung von vor 6 Jahren hier, knüpfte ich schon im Vorfeld am Auto bereits und sehr selbstsicher eine Brotflockenfliege an mein Vorfach. Aber in diesem ersten Fischtag konnte ich leider nur wenige und auch meistens nur kleinere Meeräschen entdecken und die machten einen großen Bogen um meine Muster. Zum Glück waren einige Brassenarten bis ca. 25cm länge willig an meine Fliegen zu gehen, mein schönster Fisch war dabei eine Brasse mit dem Namen: Weissbrasse- Sargo Blanco (Lat. Diplodus sargus cadenati).


Um aber erst einmal an diese Fische zu kommen, musste man einen Trick hier anwenden und die vielen kleineren Arten mit etwas Brot ablenken. Unterlässt man dies war es aussichtslos, denn dann war eine Fischtraube von kleineren schwarzen und silbernen Fischen um die Fliege und die größeren Fische hielten Abstand. Ich versuchte es dann auch noch mit sinkendem Schusskopf und großen Streamern an den tiefen Stellen im Hafen, aber da tat sich leider nichts.

Ich musste nach kurzer Zeit feststellen das mir meine Erfahrung, die ich mir in einigen Jahren Urlaub auf der Kanareninsel Lanzarote, bei der Fischerei auf Meeräschen gesammelt hatte, mir hier in Javea/ Xabia nicht viel nutzte. Zum Beispiel die Meeräschen sind hier nicht so oberflächenorientiert bzw. werden nicht ständig von den Touristen mit Brot gefüttert und auch nicht von den einheimischen Fischern mit Brot beangelt, was zum Beispiel auf Lanzarote von den Spanischen Fischern die Regel ist. Daher lassen sich diese Fische auch nicht so leicht an der Oberfläche mit Brotflockenfliegen überlisten und leider wurde auch keine Algenfliege akzeptiert. An diesem ersten Tag konnte ich zwei  Weissbrassen- Sargo Blanco von ca.18 bis 23cm, eine kleine Goldstrieme von ca. 20cm und ein kleiner schwarzer Fisch Fula Negra von 12cm überlisten.



Zweiter Fischtag

Am Ende unserer ersten Woche Urlaub habe ich mir dann den offenen  Jachthafen zur Meerseite liegend angesehen und siehe da hier gab es einige größere Meeräschen und auch etwas größere Exemplare verschiedener Brassenarten. Überall zwischen den Booten und der Hafenmauer gab es genügend Fische und als ich mal wieder hinter einer schönen Meeräsche her war, staunte ich nicht schlecht den da schwammen auf einmal zwei Wolfsbarsche  unweit vom Ufer durch das klare Wasser, leider hatte ich mit einem grünlichen Flohkrebs die falsche Fliege am Vorfach!  Schnell knüpfte ich ein Garnelenmuster an die Vorfachspitze aber die zwei Burschen waren schon wo anders unterwegs. Also ging ich auf  die Suche nach weiteren Exemplaren dieser Gattung und siehe da es gab noch mehrere, einige zeigten auch ein kurzes Interesse drehten aber immer kurz vor der Fliege ab (werde mir heute noch in unserem Ferienhaus ein Paar kleinere Streamer für diese Wolfsbarsche binden).

Etwas resigniert fischte ich nun wieder mit einer sinkenden Brotflockenfliege auf die anderen Fische, als sich gerade eine Traube kleinere Fische um die Fliege gebildet hatte,  tauchte auf  einmal unter einer Jacht ein ca. 1,0m langer Barracuda auf und alle anderen Fische suchten eilig das Weite. Schnell ans Auto die 9# Salzwasserrute, das Hardmono und meine Großstreamer geholt, alles eilig zusammengebaut und ab auf die Suche nach diesem schönen Fisch. Zweimal konnte ich diesen Barracuda einhohlen, aber nur einmal war der Streamer auch vor dem Fisch in die richtige Tiefe abgesunken, zwei Schnurzüge und der Barracuda zeigte sofort Interesse und folgte der Fliege, da ich aber schon zu nahe mit der Fliege an der Hafenmauer angelangt war, konnte ich den Streamer nicht mehr weiter führen und der Barracuda drehte sichtlich gelangweilt wieder ab.

Dritter Fischtag

Mit kleineren Streamern bewaffnet, die ich mir extra in unserem Ferienhaus für die Wolfsbarsche gebunden hatte, war ich wieder an der Selben Stelle vom äußeren Jachthafen wie vor zwei Tagen. Leider war kein einziger Wolfsbarsch zu sehen und auch von den anderen Fischen waren nur wenige zu sichten AHA, ich dachte sofort der große Barracuda wird wohl wieder in der Nähe sein, war aber leider nicht so. Also habe ich die Stelle gewechselt und  bin an die tiefere Stelle die für die größeren Jachten gedacht sind und die kurz vor der Anlegestelle vom Ausflugsdampfer und dem Katamaran liegt.  Super hier waren wieder mehrere Fische zu sehen und ich fing auch gleich einen schönen Makrelen ähnlichen Fisch von ca. 25cm auf einen Flohkrebs.


Als ein Trupp von Meeräschen in Wurfweite geschwommen kam, versuchte ich diese (man möge mir verzeihen) mit etwas Brot an der Stelle zu halten und wechselte anschließend  sofort auf eine schwimmende Brotflockenfliege, aber außer halbherzigen Bissen und dann noch bei einem richtigen Biss einer größeren Meeräsche mit einem viel zu heftigen Anhieb plombiert hatte, passierte nichts weiter mit diesen Meeräschen. Als ich gerade etwas muffig die Brotflockenfliege schnell einstrippte, waren auf einmal ein Paar Hornhechte hinterher und ein Fisch nahm sofort die Fliege, der aber leider nach kurzem Drill wieder freikam. Ich knüpfte sofort einen 10#  Flohkrebs ans Vorfach und warf die Fliege mitten zwischen die Fische, ein knapp 40cm langer Hornhecht stürzte  sich sofort auf die Fliege und blieb hängen, nach kurzem Drill konnte ich diesen Hornhecht glücklicherweise sicher landen und zum Fototermin bitten, Toll.


Ich konnte dann noch drei weitere Hornhechte auf den Flohkrebs haken, ich verlor aber leider alle drei nach kurzer oder etwas längerer Zeit im Drill. Nach einem Fliegenwechsel auf einen kleinen Wolfsbarschstreamer, bekam ich dann noch zwei knappe Bisse von an der Oberfläche herziehenden Makrelen (dachte ich), die aber wiederum nicht hängen blieben. Ich konnte somit  an  diesem Tag eine  Weissbrasse (Span. Sargo Blanco) von ca. 20cm, eine Goldstrieme von ca. 26cm und einen Hornhecht (Span. Agujon) von 36cm fangen.

Vierter und letzter Fischtag in 2010

An diesem Vormittag war ich wieder auf der Selben Seite vom Jachthafen, nur dieses mal ganz vorne direkt an der Anlegestelle des Ausflugsdampfers und dem Katamaran. Dies ist wohl die beste Stelle in der Gegend, denn man kann von hier aus am weitesten in die Hafeneinfahrt hineinwerfen. Aber das wissen Natürlich die einheimischen Fischer und deswegen ist der Platz meist von 4 oder mehr Fischern belegt, glücklicherweise konnte ich heute das erste mal hier Fischen und musste diese Topstelle nur mit einem einheimischen Fischer teilen. Als erstes probierte ich es hier mit der 9# Rute einem großen Streamer und sinkendem Schusskopf in den Tiefe, aber leider blieb mein Bestreben ohne Erfolg. Ich wechselte daher auf eine leichtere Rute und fischte mit Trockenschnur und kleinen Goldkopfstreamer direkt unter der Wasseroberfläche. Auf meinem zweiten Wurf bekam ich direkt nach dem ersten Schnurzug einen heftigen Anbiss und nach energischer Gegenwehr konnte ich einen wunderschönen ca. 35cm langen silbernen Fisch der eine Sichelförmige schwarze Schwanzflosse hatte landen und Fotografieren.

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Auf diese Fliege bekam ich noch sechs weitere Bisse, wovon ich aber nur drei kleinere Hornhechte landen konnte.

Am Nachmittag fischte ich ausschließlich mit der Sinkschnur und großen (Tandem Eboxy Hechtstreamer) und etwas kleineren Streamern (Surf Candy) im tieferen Wasser, aber das blieb wie am Vormittag ohne Erfolg, aber auch die einheimischen Fischer, die ausnahmslos mit Fischstücken fischten hatten in der Tiefe keinen Nennenswerten Erfolg. Aber es gibt hier richtig große Räuber, jetzt mal von dem 1,0m Barracuda den ich schon erwähnt hatte abgesehen, habe ich um die Mittagszeit mitten im Hafeneinlauf sehr große fische Rauben sehen, so das einige Fische aus dem Wasser gesprungen sind!?

2011, erster Fischtag

An unserem dritten Urlaubstag bin ich gleich nach unserem Frühstück um ca. 11Uhr, wieder nach Javea/Xabia zum Hafen gefahren und steuerte gleich die Top Stelle an, an der die großen Ausflugsdampfer anlegen. Wie im Vorjahr war der Platz leider wieder von mehreren Fischern belegt, also bin ich direkt vor zur Meerseitigen Einfahrt ausgewichen. Hier konnte ich aber bis auf zwei kurze Widerstände auf einen kleineren Streamer, nichts weiter verzeichnen. Glücklicherweise verließen einige einheimischen Fischer meine Lieblingsstelle und so konnte ich schnell den Platz wechseln. Diese Anlegestelle ist einfach Ideal zum Fischen, hier erreicht man sofort tiefes Wasser, es gibt für kleine und große Räuber gleichermaßen viel Nahrung und für uns Fliegenfischer genügend Rückraum um weit in diese Einfahrt hineinwerfen zu können.

Als erstes begann ich wieder mit einer 6# Rute, mit der Trockenschnur und kleineren Silberkopfstreamer direkt unter der Wasseroberfläche zu Fischen. Auf meinem dritten Wurf bekam ich direkt nach den ersten Schnurzügen einen heftigen Anbiss, gleich nach meinem Anhieb merkte ich dass ich dieses mahl ein etwas größeren Fisch gehakt hatte, nach einem Spannendem Drill konnte ich eine sehr schöne Ostatlantische Gabelmakrele (Lat. Trachinotus ovatus)  von ca. 45cm länge, sicher landen und auch Fotografieren, das fängt ja echt toll an dachte ich mir, aber es sollte noch besser kommen!


Es folgten in der nächsten halben Stunde noch zwei etwas kleinere Gabelmakrelen. Auf einmal hakte ich einen Fisch der gleich nach dem Anhieb aus dem Wasser sprang, ich war Sprachlos das könnte nach der gelben Metallischen Färbung eine Goldmakrele sein (Gemeine Goldmakrele auch Dolphin genannt, Lat. Coryphaena hippurus), nach zwei weiteren Sprüngen wurde der Fisch gelandet, ich war total aus dem Häuschen den es war wirklich eine Goldmakrele, zwar nur ca. 45cm lang aber für mich der schönste Salzwasserfisch.



Während der nun folgenden Zeit, raubten die Goldmakrelen einmal sogar nur in ca. 10m Entfernung von mir, ich warf sofort meinen Streamer in die Raubenden Fische, gleich nach meinem ersten Schnurzug erfolgte der Anbiss und direkt nach dem Hakensetzen sprang der Fisch aus dem Wasser und schüttelte seinen Kopf, dabei flog der Streamer aus dem Maul der Goldmakrele, aber kaum war der Streamer wieder im Wasser gelandet,  nahm eine andere Goldmakrele den Streamer, einfach Irre! In dieser Sternstunde konnte ich insgesamt vier Goldmakrelen Haken und davon auch zwei Fische sicher landen und Fotografieren,  die zweite Goldmakrelen mit ca. 60cm länge war sogar noch etwas größer als mein erster Fisch.


Ich werde dieses Erlebnis aus zwei Gründen sicher nicht vergessen, erstens ist die Goldmakrele wie bereits erwähnt für mich der schönste Oberflächenräuber im Salzwasser, zweitens dachte ich das diese Goldmakrelen nur auf dem offenen Meer zu fangen seien und dies ist mir leider aus Gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, daher hatte ich es für mich schon etwas länger abgehakt jemals einen dieser wunderschönen Fische zu fangen, zum Glück und überglücklich habe ich mich  hier getäuscht!


Zweiter Fischtag

Ich bin wieder nach unserem Frühstück zum Fischen an den Hafen gefahren, zum Glück war an meiner Lieblingsstelle an diesem Tag nur ein Einheimischer Fischer. An diesem Morgen hatte ich auf den auf den kleinen Streamer nur zwei unbeherzte Nachläufer, also verlängerte ich mein Vorfach und knüpfte eine kleine beige Goldkopfnymphe an meine Vorfachspitze, den ich sah am Grund einige größere Geißbrassen umher schwimmen. Wie im Vorjahr wendete ich auf diese Fische einen Trick an, denn um an diese Fische zu kommen muss man die vielen kleineren Arten mit etwas Brot ablenken. Unterlässt man dies ist es aussichtslos, denn dann ist eine Fischtraube von kleineren schwarzen und silbernen Fischen um die Fliege und die größeren Fische halten Abstand. Durch diesen Trick konnte ich dann auch drei dieser schönen Brassen haken und landen, danach waren aber auch alle anderen großen Brassen gewarnt und die Nymphe und der Flohkrebs versagten nun gänzlich.


Also wechselte ich wieder auf einen kleinen Streamer und konnte so noch zwei kleine Exemplare der Großen Gabelmakrele fangen (Lat. Lichia amia).


Dritter und letzter Fischtag in 2011

Leider wurde die Anlegeplatz wegen der Vorbereitung zum Alljährlichen Feuerwerk in Javea/ Xabia für drei Tage gesperrt, somit stand diese Stelle und die Meerseitige Hafeneinfahrt nicht mehr zur Verfügung.  Die Landseitige Einfahrt zum Hafen war durch andere Fischer rundherum blockiert also musste ich mir Lücken zwischen den Ankerten Jachten suchen. Das Problem dabei ist das man durch die vielen Befestigungsbojen und deren Halteseile nicht tief sondern nur unter der Wasseroberfläche Fischen kann, was die Fischerei etwas einschränkt. Um es kurz zu machen, ich konnte an drei unterschiedlich tiefen Stellen, mit kleinen Streamern acht Fische Haken und davon drei kleinere Exemplare der Großen Gabelmakrelen Landen, war doch besser als ich im Vorfeld dachte.


In diesen Tagen in denen ich meist nur für 2 bis 4 und einmal sogar für ca. 5 Stunden gefischt habe, fing ich durchschnittlich 3 Fische wovon die meisten so um 20 bis 40cm lang waren. Mein größter Fisch war eine Goldmakrele von knappen 60cm und der kleinste eine sehr schöner schwarzer Fisch von ca.12cm länge. Bei etwas mehr Zeit zum Fischen, sind hier bedeutend größere Fische möglich, wie z. B. den großen Barrcuda, die Wolfsbarsche und die Unbekannten Räuber aus der Hafeneinfahrt, also ich denke es lohnt sich bei einem geplanten Familienurlaub hier im schönen Javea/ Xabia  an der Costa Blanca in Spanien die Fliegenrute mal mit einzupacken.

Fliegenfischereinsteiger müssen hier keine Angst haben, es muss hier am Meer nicht grundsätzlich Weit geworfen werden, viele Fische sind an der Steinschüttung oder an der Hafenmauern zu finden, nur mit Zuschauern muss man hier ständig rechnen und zurechtkommen. Auch sollte die Bereitschaft vorhanden sein, sich gerade die besten Stellen mit einigen und anders Fischenden Anglern zu teilen.


Die besten Erfolge auf Goldmakrele (auch Dolphin genannt, Lat. Coryphaena hippurus), Ostatlantische Gabelmakrele (Lat. Trachinotus ovatus),  und Große Gabelmakrelen (Lichia amnia & Gampograma glaycos) hatte ich hier mit kleineren Streamern die ich knapp unter der Wasseroberfläche gefischt habe, oder mit der Sinkschnur aus dem tiefen Wasser nach oben gezogen habe. Auf Brassenarten war ich meist nur mit Goldkopfnymphen, Flohkrebsmuster oder sinkenden Brotflockenfliegen im tieferen Wasser erfolgreich. Da es hier im Hafen von Javea/Xabia nicht so viele und größere Meeräschen im freigegeben Bereich gibt, waren die Fänge mit Brotflockenfliegen oder Algenfliegen nicht erwähnenswert.

Folgende Fliegenmuster habe ich hier eingesetzt:

Brotflockenfliege schwimmend in #14,12&10, Brotflockenfliege sinkend in #18,16,14&12, Flohkrebsmuster – orange, braun/ beige und grün in #14,12&10, Algenfliegen sinkend #16,14&12, Goldkopfnymphe – beige in #12,10&8, Garnelenfliegen beige #06, Wolly Bugger beige mit Silberkopf in #10,8 &6, Rapfenstreamer (in der Art der Surf-Candy) Farbe: weiß/grün in #8 & 6, Eboxy Tandem Hechtstreamer – Farbe: weiß/grün in 2x #2 oder etwas kürzer gebunden mit nur einem Haken in #2.

Nur zur Orientierung, meine Ausrüstung besteht aus:

1. einer Sechser Rute in 2,75m länge, LA-Rolle mit guter Bremse und Trockenschnur und

2. einer Neuner Salzwasserrute in 2,75m länge, LA-Rolle mit guter Bremse, Indermediat- clear und sinkender Schusskopf, Hardmonovorfach mit Norwegerkarabiner und Wirbel.


Wichtiges Zubehör:

Zumindest zum Fischen im Hafen ist es oft unmöglich, ohne einen langstieligen Kescher von ca. 2,5m länge und tiefem Netz einen Fisch zu Landen.

Um beim Hakenlösen die Fische besser Händeln zu können empfehle ich Ihnen auch einen Fischgreifer (Boga Crip) zu benutzen und zum Schutz Ihrer Finger beim Hakenlösen immer eine lange Zange einsetzen!

Bezüglich einer Angelerlaubnis bekam ich folgende Information aus Spanien:

Für das Fischen im Meer, benötigt man in der Region „La Comunidad Valenciana“ keine Erlaubnis, fischen darf man hier von 9.00am bis 21.00pm.

Für die Süßwasserfischerei wird aber eine Angelerlaubnis benötigt, eine Jahreskarte kostet 8,23€ und die drei Jahreskarte kostet dann 24,74€. Möchte man in einem See fischen benötigt man ebenfalls eine Erlaubnis und die kostet dann 7,05€ (Stand 2010).

Diese Angelerlaubnisscheine bekommt man bei:

46009 – Valencia                    oder                             03003 – Alicante

C/. Gregori Gea, 27                                                    C/. Professor Manuel Sala, 2

Tel. 963866838                                                          Tel. 012

Nun wünsche ich allen die hier in Ihrem Familienurlaub in Spanien, so ganz nebenbei im Meer mit der Fliege fischen möchten, viel Spaß und viel Erfolg.

Ihr Bernd Geier

Zusätzlich Informationen:

Zur Bestimmung meiner Fänge habe ich folgendes Buch verwendet: Titel- Meeresfische Westeuropa Mittelmeer von Patrick Louisy, Verlag – Eugen Ulmer GmbH & Co, Stuttgart.  Sollten Sie noch Fragen haben zum Fischen oder zu den Fliegen die ich benutze habe, melden Sie sich einfach per Mail.